Die Stadt Trier plant ein generelles Grillverbot an öffentlichen Plätzen dieser Stadt.

Das Grillen und der damit verbundene Abfall verwandeln den Palastgarten regelmäßig in eine Müllhalde und um diesem Zustand Einhalt zu gebieten, müsse ein generelles Grillverbot durchgesetzt werden. Diese Strategie ist ein einseitiger Lösungsansatz, welcher zusätzlich mit unverhältnismäßigen Strafen untermauert werden soll.

Die Stadt Trier ist jung, dynamisch und hat eine bedeutende Historie (die Porta Nigra als Aushängeschild). Die Stadt Trier besitzt diese Attribute weil sie es verstanden hat, die Studierenden ihrer Hochschulen in das Stadtleben zu integrieren, sie zu umsorgen und  ihnen Anreize zur kulturellen Entfaltung zu bieten.  Aus dieser Entwicklung ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Studierende tragen einen hohen Anteil an der kulturellen und funktionellen Entwicklung dieser Stadt bei, ob in den Bereichen Politik, Sport oder Einzelhandel, Studierende sind aktive und unverzichtbare Mitglieder der städtischen Gesellschaft geworden.

Nun ist herauszustellen, wen denn das allgemeine Grillverbot betreffen wird und welche Alternativen es zum generellen Grillverbot geben könnte.

Treffen wird das Verbot vor allem: Studierende.

Das generelle Grillverbot ist ganz klar eine Beeinträchtigung der studentischen Lebensqualität, da sich vor allem die jüngeren Generationen auf den Grünflächen dieser Stadt treffen (sie bereichern und nutzen). Eine Ausweichmöglichkeit für die Aktivität Grillen, zum Beispiel im eigenen Garten oder auf Privatgrundstücken ist kaum möglich, da Studierende häufig keinen Garten besitzen und ihre Studentenwohnheime kaum eine Möglichkeit bieten dem Grillen nachzukommen.

Diese Einschränkung der Lebensqualität, auch wenn sie vergleichbar eine noch geringe Einschränkung ist, könnte von den Studierenden als ein Zeichen gesehen werden. Ein Zeichen, welches signalisiert. Studieren ja, Freizeitgestaltung nur begrenzt bitte.

Mit diesem Grillverbot könnten Gräben zwischen Stadt und Studierenden entstehen, die keiner Notwendigkeit entsprechen und für beide Seiten nur mittel-und langfristige Nachteile nach sich ziehen.

Es sind durchaus genügend Alternativen gegeben! Zum Beispiel könnte man ein Verbot von Einweggrills durchsetzen, bestimmte Bereiche, die zum Grillen geeignet sind ausweisen oder wie zum Beispiel im Hamburger Stadtpark Grillcontainer aufstellen, die speziell für heiße Kohle und Asche bestimmt sind.

Da zahlreiche Alternativen vorhanden sind und der Nutzen eines Verbotes in diesem Fall unverhältnismäßig erscheint und kritisch zu hinterfragen ist, sagt die Juso-HSG „Nein!“ zum generellen Grillverbot an öffentlichen Plätzen und bittet zum Dialog zwischen der studentischen Vertretung und der Stadtverwaltung, um zu einer für alle Seiten vertretbaren, aufwandsentlastenden und ökologischen Lösung zu gelangen.

 

Für den Vorstand

Jan Philipp Freinsheimer