Trier, den 24.11.2017

 

Der heutige Tag war turbulent und nervenzehrend. Die Universität Trier wurde von einer Amokdrohung lahmgelegt. Die Studierenden sahen sich mit einer Ohnmacht konfrontiert, die es so noch nicht an der Universität Trier gab. Die schnelle und umfangreiche Reaktion der Polizei, welche mit einem Großaufgebot an Beamten das Universitätsgelände sicherte, begrüßen wir als Juso Hochschulgruppe ausdrücklich und bedanken uns bei den Beamten im Einsatz. Natürlich sorgten diese Bilder dennoch für ein flaues Gefühl in den Mägen der Anwesenden. Wir bedanken uns außerdem bei Universitätspräsident Prof. Dr. Jäckel für seine umsichtige Reaktion. Wir hoffen das alle Studierende den Schock des Morgens unbeschadet hinter sich lassen können und rufen zur Solidarität untereinander auf. Solch ein Tag ist nicht fassbar für uns alle, daher sollten wir uns gemeinsam an die Aufarbeitung des Geschehenen machen.

Gerade deshalb können wir nicht verstehen, weshalb uns Nachrichten erreichen (s. Screenshot), wonach auf dem gleichen Sozialen Netzwerk, auf dem gerade einmal wenige Stunden zuvor die Androhung des Amoklaufes auftauchte, nun Gerücht verbreitet werden, ein Mitglied der Juso Hochschulgruppe stecke hinter dieser verachtenswerten Tat. Wir halten dies für extrem unwahrscheinlich, auch wenn aktuell, zumindest außerhalb der Ermittlungsbehörden, keiner sagen kann, wer genau der 23-jährige Tatverdächtige ist.

Sei es nun als Diffamierung im Rahmen des bevorstehenden Wahlkampfs für unsere Hochschulwahlen oder aufgrund eines Witzes, diese Situation so perfide auszunutzen, mit dem Hintergedanken unsere Hochschulgruppe zu verunglimpfen, verurteilen wir zutiefst. Wir können und wollen solch ein Verhalten nicht verstehen und erwägen rechtliche Schritte. Wir appellieren an diejenigen, die eben solche Gerüchte verbreiten, dies zu unterlassen. Gerade nach solch einem Tag ist dieses Verhalten extrem unpassend.

Mit freundlichen Grüßen,

i.A. Der Vorstand der Juso-Hochschulgruppe

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