Auf der gestrigen Sitzung des Senats der Universität Trier wurde mit überwältigender Mehr- heit für die Fortsetzung des schon geltenden Moratoriums gestimmt, welches die Neubesetzung unbefristeter Stellen aussetzt.

 

 

 

 

Die studentischen Vertreter im Senat sehen darin jedoch eine folgenschwere Maßnahme, die sich erheblich auf die Qualität des Lehrangebots und die ohnehin schon prekären Betreuungsverhältnisse auswirken werde. „Vertretungsprofessuren sind keine Lösung; sie verschärfen das Problem nur noch“, so Senator Enrico Liedtke. Im Kontext der nun anstehenden Diskussion über die Struktur der Universität bringe dieses Moratorium nur einen marginalen Nutzen; die Nebenfolgen seien weitaus drastischer. Rico Herzog hätte sich daher auch eine intensivere Diskussion über die Auswirkungen auf die Lehre gewünscht: „Die Lage der Studierenden wurde wieder einmal nicht berücksichtigt.“

Neben der Bestreben vieler anderer Senatsmitglieder und der Hochschulleitung, dem Ministerium gegenüber Kooperationsbereitschaft zu signalisieren, steht der Wunsch der Trierer Studierendenschaft, offensiv und vehement gegen die Sparmaßnahmen der Landesregierung zu protestieren. Für Senator Daniel Kruppert dürfen diese Proteste jedoch nicht in Form von Hörsaalbesetzungen äußern. „Darunter würden letztendlich nur die Studierenden leiden“. Die studentischen Senatoren sehen in den Etatkürzungen für die rheinland-pfälzischen Hochschulen einen klaren Bruch von Wahlversprechen aus dem Jahr 2011. Damals hieß es noch: An Bildung wird nicht gespart. Dass dies nun doch geschieht und die Hochschulen bei der Umsetzung der Sparmaßnahmen sogar allein gelassen werden, zeigen die Kürzungen in den Hochschuletats und Behauptungen aus dem Ministerium, dass kein Grund zur Sorge bestünde.

Es ist und bleibt die Forderung der Studierenden und ihrer Vertreter, dass an der Finanzierung der Hochschulen nicht gespart werden darf! „Die nun folgende Strukturdebatte werden wir als Studierendenvertreter kritisch begleiten“, schließt Christian Trompeter.