Als Juso-HSG Trier sehen wir das „Sport-Semester-Ticket“ als Angriff auf den, für uns wichtigen, freien Zugang zum Hochschulsport für alle Studentinnen und Studenten.

Die Universität Trier begründet in ihrem online gestellten Artikel über das „Sport-Semester-Ticket“, dass die „angespannte“ Finanzlage die Hochschule dazu bewegt hatte dieses Modell einzurichten. Der erste Satz auf der Seite zum „Sport-Semester-Ticket“ lautet:“Nach Maßgabe der Universitätsleitung und in Abstimmung mit dem Sportbeirat wurde versucht, ein sozial verträgliches und gerechtes Umlagesystem anzusetzen.“ Wir als Jusos sehen kein sozial verträgliches System und sehen die selbst gesetzte Maßgabe der Universitätsleitung und des Sportbeirats nicht eingehalten. Mal wieder wird schlechte Finanzpolitik auf den Rücken der Studierenden ausgetragen.

Während die sozialen Angebote von AStA und Studierendenwerk immer mehr Zulauf bekommen, sind die Probleme von Hochschulsport und Hochschule hausgemacht. Ein teures Studioplus in Verbindung mit einer überteuerten Renovierung der Hallen, sorgt schon seit mehreren Jahren für Unmut bei Kanzler Dr. Hembach und im Senat der Uni. Die absolute Höhe ist es aber, dass man das Sportangebot aufgliedert in zwei Kostenmodelle. Randsportarten wie Lacrosse, Intercrosse oder Ultimate Frisbee wird es so noch schwieriger gemacht interessierte Studierende zu finden. Gefördert wird hier nur der Standardsport wie Fußball und Basketball, sowie Fitnessangebote. Hier findet das statt, was wir als Jusos am meisten befürchtet haben. Mit einer Umlagefinanzierung, wie dem „Sport-Semester-Ticket“, wird die Vielfalt an der Universität in Sachen Hochschulsport langsam aber sicher sterben.