Am 06.12.2012 hat das Statistische Bundesamt die Zahlen von deutschen Studierenden im Ausland veröffentlicht. Den größten Anteil aller deutschen Studenten verzeichnete dabei Österreich (21,6 %), gefolgt von den Niederlanden (18,8 %) und dem Vereinigten Königreich (11,8 %).

Dazu erklärt Mareike Strauß vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Ein Auslandsstudium darf kein Privileg derjenigen sein, die es sich leisten können. Für Studierende im Ausland muss eine starke Studienfinanzierung geschaffen werden, die ein Auslandsstudium auch außerhalb von Europa und unabhängig vom Geldbeutel der Eltern möglich macht. Das Zielland Nummer drei, Großbritannien, erhebt beispielsweise enorme Studiengebühren, die nur mit großem finanziellen Rückhalt gezahlt werden können. Das Auslands-BAföG muss deutlich gestärkt und der Kreis der BAföG-Berechtigten deutlich ausgeweitet werden!

Die Zahl der Studierenden, die sich für ein Auslandsstudium entscheiden, steigt immer weiter. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung und ermöglicht vielen jungen Menschen die Erweiterung des eigenen geistigen Horizonts. Die steigende Zahl ist jedoch nicht nur Ausdruck des Wunsches nach persönlicher Weiterentwicklung, sondern auch des Konkurrenzdrucks an Hochschulen und auf dem Arbeitsmarkt: Auslandssemester werden zum Teil schon zur Einstellungsvoraussetzung bei Jobs oder dienen zumindest im steigenden Maße der Auslese. Solange es keine stärkere Förderung von Auslandsaufenthalten durch das BAföG gibt, können junge Menschen sowohl in ihrer persönlichen als auch beruflichen Entwicklung behindert werden. Dies ist mit unserem Ideal von Chancengleichheit nicht vereinbar.“ (mj)

Links:

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (06.12.2012)

Juso-Hochschulgruppen