Weiter geht’s mit dem drängendsten Thema der nächsten Jahre: Der Ökologie. Hier liegt auch einer der Hauptunterschiede zwischen uns und der SPD. Wir sind keineswegs begeistert von dem neuen Klimapaket der Bundesregierung. Zu wenig, zu spät, trifft es da wohl ganz gut. Deswegen möchten wir auch hier die Uni weiter in die richtige Richtung gestalten. Dazu gehört für uns genauso, unsere Verbindung zur SPD zu nutzen, um uns auf allen Ebenen für besseren Klimaschutz stark zu machen. Hier in der Uni wären der Senat und der Verwaltungsrat des Studiwerks die wichtigsten Gremien, um die genannten Veränderungen vorzunehmen.

Wir haben uns ein paar denkbare Maßnahmen überlegt, die wir im Folgenden kurz anreißen wollen:

Vegetarische Gerichte

Angefangen beim vegetarischen Angebot der Uni. Wer regelmäßig das Essensangebot der Mensa nutzt, wird wahrscheinlich schon bemerkt haben, dass sowohl das vegetarisch/vegane Stammessen, als auch das fleischhaltige Stammessen den gleichen Preis haben. Da stellt man sich die Frage, wieso das der Fall ist. Wir fordern daher eine Preisanpassung der vegetarisch/veganen Gerichte, nicht nur, um die Leute nicht zu bestrafen, die sich bewusst für diese ökologische Alternative entschieden haben, sondern auch, um mehr Studierende dazu zu motivieren, sich dafür zu entscheiden. Und das ist genau der Ansatz, den wir vertreten wollen. Wir möchten Anreize schaffen, weniger Fleisch zu essen, generelle Verbote lehnen wir ab. Daher muss sowohl die Vielfalt der angebotenen vegetarischen Essen überarbeitet, als auch eben der Preis entsprechend angepasst werden.

Für einen Veggie-Day haben wir einen Vorschlag, der kein striktes Verbot beinhaltet. Wir schlagen vor, dass in einem bestimmten Rhythmus das Angebot der Theken getauscht wird. Das heißt, dort wo vorher hauptsächlich Fleisch angeboten wurde, wird dann an einem solchen “Veggie-Day” Vegetarisches oder Veganes angeboten und umgekehrt. Wenn also im Moment auf eine vegetarische Theke drei andere kommen, würden an so einem „Veggie-Day“ einer fleischhaltigen Theke drei vegetarische gegenüberstehen. Dadurch wird niemandem die Gelegenheit genommen, Fleisch zu essen, und gleichzeitig kann das Bewusstsein für die inhärenten Problematiken übermäßigen Fleischkonsums geschärft und Alternativen buchstäblich schmackhaft gemacht werden.egreifen uns als feministische Hochschulgruppe und setzen uns daher für die Gleichstellung aller Geschlechter an der Universität und darüber hinaus ein. Diskriminierung auf Grund von geschlechtlicher oder sexueller Identität ist immer noch ein Problem an unserer Uni und noch immer tief in manchen Köpfen verankert. Dagegen kämpfen wir!

In den letzten Jahren kam es vermehrt zu sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt an der Uni und im Studihaus. Beispiele hierfür waren Verabreichung von K.O.-Tropfen auf Partys, alltägliche Belästigung von Frauen* und körperliche Angriffe gegenüber Frauen* auf dem Campus. Der Bericht der

Nachhaltige Mensa

Eine weitere Idee, die die Klimaverträglichkeit der Uni weiter befördern könnte, ist der Erlass einer sogenannten „Kantinenverordnung“. Für wirkungsvollen Klimaschutz ist nicht nur eine Reduktion des CO2-Ausstoßes, und damit verbunden ein geringerer Fleischkonsum, erforderlich, sondern auch die Qualität und Anbauweise der verwendeten Lebensmittel spielen eine Rolle. So könnte beschlossen werden, dass ein bestimmter Prozentsatz der verarbeiteten Lebensmittel aus nachhaltiger Anbauweise stammen müsste. So könnte man die Verödung von Böden, Insektensterben und Massentierhaltung wirksam reduzieren.

Landesweites Semesterticket

Um tatsächlich dem Klimawandel entgegenwirken zu können, bedarf es eines vernünftigen Angebotes im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Wir konnten schon vor längerer Zeit erreichen, dass das landesweite Semesterticket in den Koalitionsvertrag der Landesregierung aufgenommen und die Verhandlungen dazu gestartet wurden. Allerdings ist der angedachte Preis von 50€ zu teuer für die meisten Studis. Würde man das Ticket nun auf unseren aktuellen Beitrag mitaufschlagen, wären über 300€ pro Semester fällig.  Daher möchten wir weiterhin unsere gute Verbindung zu unserer Mutterpartei nutzen, um zu erreichen, dass entweder an dieser Stelle subventioniert oder ein niedrigerer Preis verhandelt wird. Wir möchten uns dem Thema weiterhin widmen und an der Umsetzung arbeiten. 

Nach wie vor ist uns klar, dass für das Ticket ein Solidarmodell, bei dem alle Studierenden einzahlen, unabkömmlich ist. Genauso wie bisher, nur eben mit größerem Umfang. Auch möchten wir weiterhin erreichen, dass das Saarland mit im Semesterticket enthalten ist.